13. Juni 2011

Senggigi


Meine Lieben

Senggigi scheint für eine Touristenflut vorbreitet zu sein – oder wartet darauf - denn es reiht sich ein schönes Restaurant mit Live Musik nach dem anderen und viele luxuriöse Resorts befinden sich direkt am Strand, jedoch alle so ziemlich leer. Und nach mehrmaliger Anfrage verschiedener Locals, wurde ich informiert, dass wohl im Juli und August mehr Besucher hier sind, so richtig viel los ist hier aber nie was, womit man seine Ruhe hat.

So war die Zeit da nicht wirklich aufregend abgesehen vom inspirierenden und lehrreichen Austausch mit Beth und dem Surfen. Mit Abdul habe ich den perfekten Surfinstruktor erwischt, denn er hat mich von Anfang an durchschaut: Relax Flavia, relax! Und doch mochte er meine Begeisterung, welche mir dann auch half, sofort auf dem Brett zu stehen und die ersten kleinen Wellen zu „surfen“, aber nur wenn er meinem Brett einen Stoss gab. Am nächsten Tag schaffte ich’s dann bereits alleine, was für ein Glücksmoment! Und so beginnt nun für mich der schwierige Part: Dranbleiben und üben, üben, üben – und vor allem lernen die kleinen Wellen zu sehen und nicht gleich die grossen anzupeilen. Zum Glück habe ich viel Zeit...

Neben dem Surfen war das WIFI in unserem Hotelzimmer ein weiteres Highlight, wodurch wir nicht wenig auf der Veranda sassen und unsere Mails beantworteten oder skypten und ich endlich mal ein paar Fotos aussuchte um auf facebook zu laden, denn Bilder sagen bekanntlich mehr als Worte. Gleich am ersten Abend war jedoch die Verbindung nicht die beste und so lief ich mit meinem Mac im Dunkeln zur Rezeption um das Gespräch  weiterzuführen. Ich rief mir noch in Erinnerung, dass ein Swimming Pool am Weg liegt, aber als Steffi wieder auf dem Screen erschien, war der Pool schnell vergessen und plumps, landete ich in voller Montur im Pool! Geistesgegenwärtig, hielt ich den Mac in die Höhe, wodurch dieser nicht komplett untertauchte - im Gegensatz zu mir. Obwohl ich noch nie so schnell aus einem Pool gestiegen bin, war er augenblicklich tot. Klitschnass trottelte ich zu Beth zurück, die erst realisierte was passiert war, als ich lachend sagte: „I’ve got another funny story to tell!“ Per sms wollte ich Steffi informieren, dass ich noch lebte, und schaffte es dann auch dieses zu töten, weil ich zu nass war. Nachdem ich mich einigermassen von meinem Lachanfall erholt hatte, holte ich einen Föhn bei der Rezeption und bangte hoffnungsvoll um das weisse Ding. Einmal mehr hatte ich mehr Glück als Verstand, nach einer Weile erschien nämlich der leuchtende Apfel auf dem Bildschirm und ich tanzte vor Freude. Ich kann also weiterhin jederzeit meine Geschichten an schönen Orten schreiben, lucky girl.

Ciao adios bye

Flavia

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